Mietminderung Feuchtigkeit

Feuchtigkeit stellt in unzähligen Gebäuden ein erhebliches Problem dar. Dabei handelt es sich überwiegend um Altbauten, aber auch Neubauten sind davon nicht verschont. Die Feuchtigkeit ist nicht nur mühsam und beeinträchtigt den Wohnkomfort, indem Möbel von den entsprechenden Stellen weggerückt werden müssen und sich das Klima innerhalb der Wohnräume negativ verändert, sondern auch ein gesundheitliches Risiko besteht für die Bewohner, denn die Pilzsporen, welche an die Luft abgegeben werden, können schwere Erkrankungen auslösen, die dauerhafte Schädigungen verursachen können.

Wie sieht es also mit einer Mietminderung bei Feuchtigkeit aus?

Mietminderung und Ursachen der Feuchtigkeit

Die Ursachen für die Feuchtigkeit in einem Gebäude können vielfältig sein und von elementaren Baumängeln über beschädigten Fassaden, leckenden Regenrinnen, fehlenden Feuchtigkeitssperren und noch vielen weiteren reichen.

Wer in einem gemieteten Objekt wohnt, der hat jedoch das Recht wegen der Feuchtigkeit eine Mietminderung zu verlangen, beziehungsweise muss er diese gegebenenfalls vor Gericht durchbringen, wenn der Vermieter nicht einsichtig ist. Leider kommt es oft vor, dass der Vermieter nicht den Umständen entsprechend den Mietzins angleicht, beziehungsweise die Höhe der Mietminderung nicht dem Ausmaß der Feuchtigkeit entspricht.

Für einen Überblick zum Thema Mietminderung und Feuchtigkeit können ergangene Gerichtsurteile herbeigezogen werden. So ist mit einem feuchten Keller mit einem Mietzinserlass von etwa 5 Prozent und bei einer feuchten Ecke in einem Zimmer im Wohnraum, wie man sie oft sieht, mit 8 Prozent zu rechnen.

Diese beiden Fälle bei der Mietminderung infolge Feuchtigkeit stellen den Anfang dar. Betroffene Wohn- oder Schlafräume machen bereits 10 bis 20 Prozent Nachlass aus und Schimmel in der Küche kann die Miete um etwa einen Viertel drücken.

Ein in der Vergangenheit beliebter bautechnischer Fehler und somit oft ein Grund für Feuchtigkeit und eine Mietminderung sind die Fensterlaibungen, welche nicht nach dem Prinzip innen dicht, außen offen hergestellt wurden. So kann eingedrungene Feuchtigkeit nicht mehr entweichen und erzeugt dort Schimmel. Ist dies bei allen Fenstern der Fall, so entfallen 40 bis 50 Prozent der Miete.

Ist die Wohnung wirklich komplett sanierungsbedürftig und eigentlich nicht mehr bewohnbar, da in allen Räumen Feuchtigkeit und Schimmel vorhanden sind, so sinkt der Mietbetrag um 80 Prozent. In diesem Fall kann es aber auch sein, dass überhaupt kein Mietbetrag mehr notwendig ist. Dies wurde auch schon in Fällen gerichtlich bestätigt, wo die Außenwände permanent unter Feuchtigkeit standen und von Pilzen und Insekten befallen waren.

In den letztgenannten schweren Fällen sollte jedoch dringend über einen Auszug nachgedacht werden, auch wenn die Miete sehr tief sinkt, denn es besteht ein stark erhöhtes Risiko für die Gesundheit.

Über die Mietminderung bei Feuchtigkeit mit dem Vermieter sprechen

Klar ist, dass in allen Fällen von Mietminderung infolge von Feuchtigkeit erst mit dem Vermieter gesprochen werden muss, um diesem die Möglichkeit einer Anpassung des Mietzinses zu geben und Zeit, um die Schäden zu beheben.

Ist der Vermieter uneinsichtig bezüglich der Schäden oder einer Mietminderung, so empfiehlt sich der Gang zu einer entsprechenden Beratungsstelle, welche sich auch genau mit den rechtlichen Gegebenheiten auskennt.

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