Feuchtigkeit Estrich

Die Feuchtigkeit im Estrich ist immer dann ein Thema, wenn ein Nassestrich eingebracht wurde, unabhängig davon, ob im Alt- oder Neubau und, ob man diesen selbst gegossen hat oder vom Estrichleger machen ließ.

Die noch vorhandene Feuchtigkeit im Estrich ist von immenser Wichtigkeit für den Zeitpunkt, an welchem der Fußboden weiter eingekleidet oder anderweitig schwer belastet werden kann. Was sind also die Richtwerte für die Trocknungszeit von einem Estrich, wie kann dies gemessen werden und was geschieht, wenn der Estrich zu früh weiter belegt wird?

Antworten zum Thema Feuchtigkeit im Estrich

Für den Profi und den Heimwerker gleichermaßen gibt es einen Richtwert, welcher hinzugezogen werden kann, wenn es darum geht herauszufinden, wie lange ein Estrich für seine Trocknungbenötigt. Diese Faustregel besagt, dass jeder Zentimeter Dicke von einem Estrich eine Trocknungszeit von etwa einer Woche benötigt. Geht man von einem durchschnittlichen Estrich in Wohnräumen mit einer Dicke von etwa 5 Zentimetern aus, so sind also etwa 5 Wochen anzusetzen, bis eine weitere Belegung des Bodens erfolgt.

Feuchtigkeit Estrich

Feuchtigkeit Estrich

Hat man Zeit, so ist man mit dieser Faustregel auf jeden Fall auf der sicheren Seite, allerdings ist eben gerade die Zeit bei einem Neubau knapp und der Boden muss möglichst schnell weiter belegt und belastet werden können. Die Entscheidung, ob die Feuchtigkeit im Estrich schon so weit gesunken ist, dass er für die weitere Belegung freigegeben werden kann, liegt beim Estrichleger. Dazu bedient dieser sich meist, wie beim Feststellen der Durchfeuchtung einer nassen Kellerwand, an Messgeräten, welche jedoch auch keine durchgehend verlässlichen Informationen liefern, da sie in der Regel nicht alle Schichten vom Estrich messen können, sodass tiefere Lagen noch eine zu hohe Feuchtigkeit aufweisen können, was jedoch nicht erkannt wird.

Gibt der Estrichleger den Estrich zu früh frei, so können infolge der Feuchtigkeit im Estrich verheerende Schäden entstehen, zum Beispiel Fäulnis, Schimmel und dergleichen, was unweigerlich zur Folge hat, dass Fliesen, Laminat oder andere Eindeckungen wieder bis zum Entweichen aller restlichen Feuchtigkeit im Estrich entfernt werden müssen. Dies bringt nicht nur einen immensen Zeitaufwand mit sich, sondern natürlich auch einen finanziellen Schaden, den der Estrichleger zu tragen hat, sollte er die Feuchtigkeit im Estrich falsch eingeschätzt haben und diesen zu früh für die weitere Belegung freigegeben haben.

Andere Verfahren die Feuchtigkeit im Estrich zu messen

Bekannt unter den Heimwerkern sind Tests mit Folien, welche flach auf den Boden gelegt  und dort allenfalls noch mit Gewichten fixiert werden. 12 oder 24 Stunden später wird die Folie angehoben, und wenn sich auf dem Boden oder der Folienunterseite Feuchtigkeit gesammelt hat, gilt die Feuchtigkeit im Estrich noch als zu hoch. Dieses Verfahren ist schon daher höchst unzuverlässig, da die Folie oft keine Feuchtigkeit aufweist, weil die Verdunstung der unteren, noch feuchten Lagen des Estrichs so langsam stattfindet, dass sich an der Folie keine Feuchtigkeit absetzen kann.

Ein Kommentar zu "Feuchtigkeit Estrich"

Estrich: Fliesen im Bad verlegen sagt:

Gemäß der Norm sollte der Zementestrich max. 3% Feuchtigkeit aufweisen, um darauf Fliesen zu verlegen. Meine Fliesenleger – Firma meint aber, dass sie auf Grund der Zeitknappheit (Mieter möchten einziehen) die Fliesen inkl. Isolierung dennoch jetzt schon verlegen würden, obwohl der Estrich noch bei 8% liegt. Soll ich es riskieren? Was könnte im schlimmsten Fall passieren?

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