Feuchtigkeit im Keller

Feuchtigkeit im Keller ist besonders bei Altbaubesitzern eine weithin bekannte Problematik, deren Behebung alles andere als einfach ist. Handelt es sich um eine großflächige Ausbreitung, besonders entlang der Kellerwände, so kann es auch vorkommen, dass diese, bei einer nicht vorhandenen Horizontalsperre, entlang der Grundmauern hoch in den Wohnbereich und über den Estrich hinaus vordringen kann, was folglich auch zu einer Beeinträchtigung des Wohnklimas führt und Schimmel verursachen kann.

Wer gegen die Feuchtigkeit im Keller vorgehen will, dessen erster Schritt führt zu einer genauen Analyse des vorhandenen Problems zur Feststellung der Ursache, von welchen es zahlreiche gibt. Einerseits sollte diese Einschätzung selbst erfolgen. Bevor jedoch Maßnahmen gegen die Feuchtigkeit ergriffen werden, empfiehlt es sich unbedingt auch mit Fachmännern zu sprechen. Mehrere Betriebe für eine Begutachtung herbeiziehen heißt dabei der Tipp, um besser erkennen zu können, welche nur ihre Produkte und Dienstleistungen verkaufen wollen, auch wenn es womöglich alternative, bessere und kostengünstigere Möglichkeiten gibt.

Feuchtigkeit im Keller

Feuchtigkeit im Keller

Über die Ursachen von der Feuchtigkeit im Keller

Ältere Gebäude besitzen ab einem gewissen Baujahr eine Horizontalsperre aus Ölpapier oder dergleichen, welche das Aufsteigen der Feuchtigkeit in den Wohnbereich verhindert, was jedoch nicht vor eindringender Feuchtigkeit durch das Erdreich über die Wände und den Boden des Kellers schützt. Bei Gebäuden aus den ersten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts und davor fehlt auch die Horizontalsperre, was jedoch noch lange nicht zwangsläufig bedeutet, dass die Feuchtigkeit aus dem Keller auch den Wohnbereich erreicht.

Es gilt aber auf jeden Fall zu prüfen, ob die Feuchtigkeit im Keller andere Ursachen hat. So wurden zum Beispiel in früheren Jahren für die unterirdische Ableitung des Regenwassers Metall- oder Steinrohre verwendet, welche nicht selten beschädigt, zerfallen oder verstopft sind und so das Regenwasser, oder Teile davon, in den Boden ableiten und somit womöglich auch direkt an der Kellerwand vorbei, welche diese natürlich aufnimmt und nach innen abgibt. Auch können die Fugen der Grundmauern nicht mehr vorhanden sein, was die Nässe, besonders bei Regen, ungehindert hineinführt.

Effektive und überall angebotene Vorgehensweisen sind die horizontalen und vertikalen Sperren, welche keine Feuchtigkeit mehr passieren lassen. Sie bestehen beispielsweise aus einem Bitumenanstrich, welcher auf die vorher mit Zementmörtel egalisierte Außenseite des Fundaments in ausreichender Dicke aufgetragen wird. Für das nachträgliche Einbringen einer Horizontalsperre ist in der Regel eine Fachfirma hinzuzuziehen, welche mit speziellen Sägen Bleche in die Mörtelfugen auf entsprechender Höhe einfügt oder aber mit Injektionen arbeitet. Diese Maßnahmen sind äußerst kostenintensiv aber effizient, insofern sie gemeinsam ausgeführt werden. Allerdings sind sie für viele Betriebe ein existenzielles Geschäft und werden in vielen Fällen auch dann durchgeführt, wenn sie eigentlich nicht notwendig wären. So können beispielsweise feuchte Keller, wenn die Feuchtigkeit lediglich in normalem Maß aus dem umliegenden Erdreich stammt, durch Verriegeln der Fenster im Sommer und deren Öffnen im Winter trockengelegt werden. Die trockene Luft des Winters entzieht den Wänden nämlich die Feuchtigkeit, wobei leider viel zu oft im Winter verriegelt und im Sommer gelüftet wird. Dieser Prozess kann mehrere Jahre dauern, bis die Feuchtigkeit im Keller verschwunden ist.

Innendämmung bei Feuchtigkeit im Keller

Äußerste Vorsicht ist beim Plan eine Feuchtigkeitssperre, vielleicht gleich in Kombination mit einer Wärmedämmung, innenseitig gegen die Feuchtigkeit im Keller anzubringen. Nahezu mit jedem Arbeitsschritt können dabei Fehler gemacht werden und werden auch gemacht, auch von Fachfirmen. Dieses Vorgehen erfordert viel Kenntnis und ist auf jeden Fall die dritte Wahl, nach dem natürlichen Abtrocknen und der außenseitigen Dampfsperre.

Ein Kommentar zu "Feuchtigkeit im Keller"

Michael sagt:

Habe einen ziemlichen tiefgelegnen Weinkeller (ca. 5 m unter dem 0-Spiegel des Weges) in einem uralten, denkmalgeschützten Haus, ist so um 1500 herum gebaut worden. Im Winter öffne ich die Luftzüge und habe somit kein Feuchtigkeitsproblem. Im Sommer schließe ich die Luftzüge sodass ich die warme, hier auch oft heiße Luft welche viel Feuchtigkeit aufgenommen hat, aussperre. Durch eine anscheinend aufsteigende Feuchtigkeit über den Boden (sicher ohne jegliche Isolierung) saugen sich die großen Phorphyr-Bodenplatten besonders jene nahe den 2 Außenwänden mit extrem viel Feuchtigkeit an. Teilweise könnte ich mit einem Staubsauger arbeiten welcher Wasser aufsaugt. Alle Wände sind eigentlich relativ gut trocken und es pröckelt auch absolut kein Putz runter. Das große Problem ist einfach die hohe Luftfeuchtigkeit von bis zu 90% welche so entsteht und dann alles zu Schimmel und Rost verwandelt. Wer hat hier eine Idee ? Habe bereits einiges probiert. Zur Zeit bleibt mir nur eine moderate Entfeuchtung mit einem Entfeuchtungsgerät um auch die Stromkosten in Grenzen zu halten.

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